Tierwohl bei alpakaaktiv - Alpakas als Mitarbeitende mit Respekt

Bei alpakaaktiv stehen nicht Produkte oder Erlebnisse im Zentrum, sondern Lebewesen. Unsere Alpakas sind keine Werkzeuge und keine “Angebote”, die funktionieren müssen. Sie sind Mitwirkende - oder wie wir sagen: Mitarbeitende, die mit uns gemeinsam etwas gestalten. Ihr Wohlbefinden ist die Grundlage von allem, was wir tun.

Wertschätzung statt Ausnutzung

Seit unserer Gründung im Jahr 2004 begleiten uns Alpakas im Alltag und in der Begegnung mit Menschen. Diese langjährige Erfahrung hat uns eines ganz klar gezeigt: Nachhaltige, wertvolle Begegnungen entstehen nur dann, wenn Grenzen respektiert werden - jene der Menschen genauso wie jede der Tiere.

Wir haben uns bewusst gegen eine Form der Nutzung entschieden, die Tiere auslaugt oder überfordert. Unser Ansatz basiert auf Vertrauen, Freiwilligkeit und Respekt. Jedes Alpaka darf Tier und Individuum sein - mit eigenen Tagesformen, Vorlieben und klaren Signalen.

Klare Rahmenbedingungen für 1:1 Settings

in 1:1 Settings arbeitet jeweils ein Mensch mit einem Alpaka. Diese Begegnungen dauern bei uns maximal eine Stunde pro Tier und Tag. Danach erhält das Alpaka eine verbindliche Ruhezeit von drei Tagen. Diese Pause ist kein Bonus, sondern ein fester Bestandteil unseres Tierwohl-Konzepts.

Warum? Weil echte Präsenz Energie kostet - auch Tiere brauchen Zeit zur Verarbeitung, Ruhe und Rückzug. Nur so bleibt die Begegnung fürs Alpaka freiwillig und stimmig.

Offene Herde - frei Wahl

In unserem zweiten Setting arbeiten wir in der offenen Herde. Dieses Format kann täglich stattfinden, weil es auf einem ganz anderen Prinzip beruht: Freiwilligkeit.

Jedes Alpaka entscheidet selbst:

  • Ob es sich annähert

  • Wie lange es bleiben möchte

  • Wie viel Energie es geben möchte

  • Wann es sich wieder zurückzieht

Es gibt kein Festhalten, kein Zwingen, kein Programm. Diese Selbstbestimmung ist ein zentraler Pfeiler unseres Tierwohls und sie macht jede Begegnung ehrlich. Nicht immer planbar, aber immer echt.

Unsere Alpakas erhalten Lohn

Ja, unsere Alpakas erhalten einen Lohn, Nicht in Geldform, sondern in dem was ihnen nachhaltig gut tut:

  • hochwertiges, artgerechtes Futter

  • Hilfsmittel, die den Alltag erleichtern

  • tiermedizinische Betreuung

  • sichere, gepflegte Haltung

  • Investitionen ins Tierwohl und in die Infrastruktur

Alles, was wir einnehmen, fliesst direkt oder indirekt in das Leben unserer Tiere zurück. So entsteht ein Kreislauf, der Verantwortung ernst nimmt.

Abbrechen ist erlaubt und notwendig

Tierwohl bedeutet für uns auch, Nein sagen zu dürfen. Wir behalten uns jederzeit vor, ein Setting zu unterbrechen oder ganz abzubrechen, wenn wir spüren, dass es für Mensch oder Tier zu viel wird.

Das ist kein Scheitern, sondern gelebte Achtsamkeit. Unsere Erfahrung zeigt: Gerade diese Klarheit schafft langfristig Vertrauen - bei den Tieren und bei den Menschen.

Begegnungen mit Haltung

Wir möchten Tiere nicht ausnutzen. Nicht für Unterhaltung, nicht für Wirtschaftlichkeit, nicht für Erwartungen. Unsere Arbeit lebt von Haltung, Respekt und Verantwortung.

Wer uns besucht, tritt in einen Raum ein, in dem Begegnungen auf Augenhöhe stattfindet - ruhig, ehrlich und getragen von über 20 Jahre Erfahrung. Seit 2004 lernen wir täglich von unseren Alpakas. Und wir sind dankbar, dass sie diesen Weg mit uns gehen - in ihrem Tempo, mit ihren Grenzen und mit ihrer ganz eigenen Stärke.

Tierwohl bei alpakaaktiv / Alpakas als Mitarbeiter mit Respekt & Grenzen

Tierwohl bei alpakaaktiv - Alpakas als Mitarbeiter mit Respekt und Grenzen - Alpakastuten im Frühlingsgras

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